Die Geschichte von Harley-Davidson

1903
In Kitty Hawk gelingt den Gebrüdern Wright der erste Motorflug. In Paris startet die erste Tour der France. Und in Milwaukee vollenden der technische Zeichner Bill Harley sowie die Brüder Arthur und Walter Davidson – von Beruf Modellschreiner und Eisenbahnmaschinist – ihr erstes fahrtüchtiges Motorrad, einen Einzylinder mit Riemenantrieb. Wie damals üblich ohne Kupplung, Getriebe, Bremsen und ohne Federung. Die "Produktion" läuft jeweils nach Feierabend und am Wochenende in einem Schuppen in der 38. Straße von Milwaukee, Wisconsin, auf den die drei Pioniere "Harley-Davidson Motor Co." gepinselt haben. Die Jahresproduktion beträgt drei Bikes. 

1905
Die junge Firma zieht in ein zweigeschossiges Holzgebäude mit 200 m² Grundfläche. Gleichzeitig wird die Harley-Davidson konstruktiv systematisch verbessert: Bill Harley konstruiert eine Springergabel als Vorderradfederung, und die Maschine erhält einen Spannriemen-Mechanismus, der wie eine Kupplung wirkt. Die sorgfältige Arbeit der drei Selfmade-Konstrukteure verhilft ihrem Motorrad zum Erfolg. Nach und nach geben sie ihre alten Berufe auf, um sich voll und ganz auf ihren eigenen Betrieb zu konzentrieren. Bill Harley beginnt ein Studium der Ingenieurswissenschaften. 

1906
Die Harley-Davidson wird ab jetzt nicht mehr schwarz sondern grau lackiert, was ihr – zusammen mit dem geräuscharmen Motorlauf – den werbewirksamen Spitznamen Silent Grey Fellow (leiser grauer Kamerad) einbringt.  

1908
Walter Davidson gewinnt auf einer Harley-Davidson das Langstreckenrennen von New York – ein Beweis für die hohe Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Maschine. 

1909
Der erste V-Twin – konstruiert von William Harley – ist serienreif: Das Modell „61“ verlässt die erneut vergrößerte Fabrik, in der inzwischen 35 Angestellte arbeiten, die in diesem Jahr 1.149 Motorräder fertig stellen. Das Modell „61“, benannt nach seinem Hubraum von 61 cubic inch, ist das erste Harley-Davidson Motorrad mit dem bis heute typischen 45°-V2-Motor. Jahresproduktion: 1.149 Motorräder.    

1911
Ausgestattet mit derselben Technik wie der Einzylinder, lässt der V2, den es bald wahlweise mit 870 Kubikzentimeter oder mit 1.000 Kubikzentimeter Hubraum gibt, seine Erbauer nicht ruhen. Vor allem Bill Harley, der inzwischen sein Studium beendet hat, arbeitet ständig an der Weiterentwicklung der Motorräder. Inzwischen kann es der nun mit Kupplung, Kettenantrieb und mechanisch gesteuerten Einlassventilen aufgewertete Big Twin am inzwischen gut bestückten Motorradmarkt technisch mit allen Konkurrenten aufnehmen – auch mit den Modellen des Marktführers Indian. Die Jahresproduktion von Harley-Davidson steigt auf 5.625 Motorräder. 

1913
Die Motor Company verkündet stolz, dass eines ihrer Erstlingswerke bei fünf Besitzern insgesamt problemlose 100.000 Meilen zurückgelegt hat und der Motor immer noch in den ersten Lagern läuft. In England wird die erste Harley-Davidson Auslands-Niederlassung eröffnet. Das Unternehmen steigt zudem werksseitig in den Motorsport ein. Bill Ottaway avanciert zum Leiter der neugeschaffenen Rennabteilung. Unter seiner Regie fährt die Firma eine große Anzahl von Siegen in den sehr populären Dirt-Track- und Board-Track-Rennen ein. Diese Erfolge kurbeln den Verkauf weiter an und sorgen für zahlreiche Verbesserungen im Serienbau. Jahresproduktion: 12.904 Einheiten. 

1916

Die erste Ausgabe von „The Enthusiast“, der ersten Motorrad-Werkspublikation der Welt, erscheint. Sie versorgt die Harley Fans mit Facts und News rund um ihr Motorrad.

1917
Obwohl die USA nur ein Jahr lang am Krieg beteiligt sind, verlässt 1917 jedes zweite Motorrad das Harley-Davidson Werk als Militärmaschine.     

1920
In der Juneau Avenue entsteht eine neue Fabrik. Mit 28.980 verkauften Motorrädern und mehr als 2.000 Mitarbeitern gilt Harley-Davidson nun nicht nur als amerikanischer Marktführer, sondern sogar als größter Motorradhersteller der Welt. Die Firma exportiert in 67 Länder, und die monatlich erscheinende Hauszeitschrift „The Enthusiast“ erreicht eine Auflage von 50.000 Exemplaren. In dieser Zeit investiert Harley-Davidson intensiv in den Rennsport, und das sportliche Einzylinder-Modell BA erhält erstmals den für die Company später typischen, tropfenförmigen Tank im „Streamline“-Design. Außerdem bietet Harley-Davidson bereits eine Vielzahl unterschiedlicher Ausstattungsvarianten an, um die individuellen Bedürfnisse der
Zu Beginn der Zwanzigerjahre stürzt der wachsende Wohlstand der Bevölkerung die gesamte Motorradbranche in die Krise – das Zweirad ist als Nutzfahrzeug nicht mehr gefragt. Beinahe jeder Amerikaner kann sich inzwischen ein Auto leisten oder spart zumindest darauf. So bricht unter den Motorradherstellern ein erbitterter Verdrängungs¬wettkampf aus, den Harley-Davidson nicht zuletzt dank des 1922 präsentierten, 1.200 Kubikzentimeter großen Modells „74“ knapp übersteht. 

1929
Am Ende der Zwanzigerjahre beutelt die Weltwirtschaftskrise alle Industrienationen. Obwohl fast ein Drittel aller amerikanischen Werktätigen ohne Job ist und viele Firmen für immer die Tore schließen, gelingt es Harley-Davidson zu überleben, ohne die Belegschaft drastisch zu reduzieren: Das Rezept heißt Verkürzung der Wochenarbeitszeit. Aber auch die solide Unternehmensführung sichert den Fortbestand: Ein strenger Sparkurs, eine straffe Händlerpolitik und ein konsequentes Management sichern der Motor Company auch dann noch finanzielle Unabhängigkeit und Liquidität, als anderen Firmen die Luft ausgeht. Fortan wird das Motorrad als Luxus- und Freizeitgerät vermarktet, die Modell¬palette technisch wie optisch aufgewertet. Die Zweizylinder erhalten im Laufe der kommenden Jahre wahlweise ein Drei- oder Vierganggetriebe, eine Vorderradbremse und eine Diebstahlsicherung. Außerdem erstrahlen die Motorräder in einer Zwei- oder sogar Dreifarbenlackierung. Die anspruchsvolle Farbgebung im Art-Deco-Stil und die liebevoll gestalteten Details läuten die Ära der heutzutage bei Harley-Davidson so selbst¬verständlichen, immer noch sehr aufwändigen Oberflächenbehandlung ein. In technischer Hinsicht wird die Produktpalette der bislang mit wechselgesteuerten Motoren ausgerüsteten Modelle durch die „45“ ergänzt, die mit einem seitengesteuerten 750 Kubikzentimeter Motor ausgestattet ist. Wegen des bauartbedingt flachen Zylinderkopfes werden die Modelle von den Motorradfahrern schon bald „Flathead“ (Flachkopf) genannt. 

1930
Im Jahr 1930 erhält auch der Big Twin die neue Ventilsteuerung. In der Folgezeit fließen eine Reihe von Modifikationen und Verbesserungen in die Entwicklung ein, zum Beispiel eine von Hand einstellbare Gabelfeder, Leuchtanzeigen für Ladestrom und Öldruck, eine leistungsstärkere Batterie, Aluminiumkolben und manches mehr. 

1932
Vom kleinen Twin angetrieben erweist sich das dreirädrige Servi-Car erfolgreiches Liefer- und Polizeifahrzeug. 

1934
Die Ära der Harley Einzylinder endet. Ab jetzt fertigt die Firma nur noch V2-Modelle. 

1936
Ein neuer seitengesteuerter V-Twin mit 30 PS Leistung und 80 Cubic Inch Hubraum – das entspricht 1.340 Kubikzentimeter, einem bis dahin bei Motorrädern nicht da gewesenen Hubraum, erscheint. Es handelt sich um eine aufgebohrte Version der „74“. Die alte „61“ erhält hingegen einen neuen, kopfgesteuerten Motor, der 36 PS leistet und das Motorrad auf bemerkenswerte 145 km/h beschleunigt. Da die Form der Zylinderköpfe dieses neuen Motors an die Knöchel einer Faust erinnern, taufen die Fans den Motor „Knucklehead“. Beide Modelle sorgen bei ihrem Erscheinen für großes Aufsehen. 

1937
William, der in Schottland geborene, älteste der Davidson-Brüder und Vizepräsident der Company, der selbst nie ein Motorrad fuhr, stirbt nach kurzer Krankheit. Seine Nachfolge als Produktionschef tritt Bill Ottaway an. 

1941
Die USA treten in den Zweiten Weltkrieg ein. Die Fabrikation der im selben Jahr vorgestellten 74er Knucklehead, der ersten 160 km/h schnellen Harley-Davidson, kommt deshalb gar nicht erst auf Touren, denn das Werk produziert während der Kriegsjahre anstelle der Zivilmodelle fast 100.000 Militärmaschinen. Diese mit ungeheuren Kraft¬anstrengungen verbundene Expansion ist zuviel für die ohnehin durch ein Leberleiden angeschlagene Gesundheit von Walter Davidson. 1942 stirbt der Präsident im Alter von 65 Jahren. Sein Nachfolger ist William Davidson jun., gelernter Betriebswirt und begeisterter Motorradfahrer. 

1942
William „Bill“ Harley erleidet einen tödlichen Herzanfall. Der geistige „Vater“ der ersten Harley-Davidson Modelle galt als besessener Konstrukteur, der technisches Wissen mit planerischer Abstraktionsfähigkeit zu verbinden wusste. Zunächst wird Bill Ottaway sein Nachfolger, später sein Sohn William J. Harley, der schon zwei Jahre als Assistent seines Vaters gearbeitet hat. 

1947
Die Motor Company expandiert. Der Standort Capitol Drive entsteht. 

1948
Beide Big Twin Modelle werden mit einem neuen ohv-Triebwerk ausgerüstet, das bald den Spitznamen „Panhead“ erhält, weil die Zylinderkopfdeckel an umgedrehte Pfannen erinnern. Aber auch der neue V2 ändert nichts daran, dass schwere Zeiten für Harley-Davidson anbrechen. Erreicht die Jahresproduktion 1948 noch 31.136 Maschinen, so sinkt sie in den Fünfzigerjahren zeitweise unter 10.000 Einheiten, während die Entwicklungsabteilung fieberhaft an einem neuen Sportmotorrad arbeitet.

1950
Der letzte der vier Firmengründer kommt bei einem Autounfall ums Leben. Schuld ist ironischerweise ein Motorradfahrer, der aus der Kurve getragen wird und frontal gegen das Auto von Arthur Davidson und seiner Frau prallt. Arthurs Nachfolge als Vertriebschef tritt sein Neffe Walter Davidson jun. an. Auch auf ihn wartet eine harte Aufgabe, denn Harley-Davidson steuert gerade auf seine zweite große Krise zu. Schuld daran sind nicht zuletzt die Spätfolgen des Krieges, die zu einer eingeschränkten Rohstoffversorgung, zusammengebrochenen Exportmärkten und zu einer starken Konkurrenz ausländischer Produkte auf dem einheimischen Markt geführt haben.

1953
Der Hersteller Indian schließt die Tore, Harley-Davidson verbleibt als letzter amerikanischer Motorradproduzent. 

1957
Die erste Sportster, Typkürzel XL, erblickt das Licht der Motorradwelt. Sie besitzt ein modernes Fahrwerk mit Telegabel vorn und Federbeinen hinten sowie einen ohv-Motor mit 883 Kubikzentimeter Hubraum, der 55 PS leistet. 

1958
Die bis dahin mit ungefedertem Hinterrad gelieferte Hydra Glide erhält eine hydraulisch gedämpfte Hinterrad-Federung und heißt fortan Duo Glide. 

1960
Harley-Davidson erwirbt fünfzig Prozent der Anteile des italienischen Unternehmens Aermacchi. Die Aermacchi-Harley-Davidson S.A. vertreibt die Scrambler, ein Motorrad mit hohem Lenker und grobem Reifenprofil, außerdem wird der Motorroller namens Topper verkauft. 

1963
Harley-Davidson erwirbt ein Werk in Tomahawk, Wisconsin, um Kunststoffkomponenten zu fertigen. 

1965
Mitte der Sechzigerjahre benötigt Harley-Davidson mehr Kapital, um weitere Pläne zu realisieren. Die Company wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Duo Glide wird mit einem elektrischen Anlasser ausgestattet: Die Electra Glide ist geboren. 

1966
Der Big Twin wird grundlegend renoviert: Neue Zylinderköpfe mit überarbeiteten Kanälen, kompaktere Brennräume und neue Nockenwellen führen zu einer spürbaren Leistungs¬steigerung. Die neuen Zylinderkopfdeckel erinnern jetzt an das umgedrehte Blatt einer Schaufel, weshalb der neue Motor von den Harley Fans „Shovelhead“ genannt wird. Jahresproduktion: 36.310 Motorräder. 

1969
Harley-Davidson wird von der American Machine and Foundry Company (AMF) übernommen, einem großen Mischkonzern, der kapitalkräftig genug ist, die alten Produktionsstätten in Milwaukee zu modernisieren und mit Millionenaufwand eine neue Fabrik in York, Pennsylvania, zu bauen. Das Schicksal und die Eingriffe von AMF in die Entscheidungsfreiheit der alten Unternehmensführung wollen es, dass bei Harley-Davidson schon bald neue Besen kehren.

1971
William Harley jun. stirbt an Diabetes, und noch im selben Jahr verlässt Walter Davidson das Unternehmen. Neben seinem Vater ist William G. Davidson nun der letzte Spross der Gründerfamilie. Ihm lässt das AMF Management immerhin viel Freiheit bei der Konzeption neuer Modelle. „Willie G.“, ein echter Biker mit direktem Draht zur Basis, weiß, wie ein neues Modell aussehen muss: Es entsteht die Super Glide, eine Mischung aus Sportster und Electra Glide, die anfangs noch recht sportlich, nach den ersten Retuschen aber wie ein echter Chopper daherkommt. Damit ist die Baureihe der Factory-Custom-Motorräder begründet, mit der sich Harley-Davidson auch den Kunden der Chopper-Szene zuwendet.

1972
Die Rennmaschine XR 750 debütiert. Von Beginn an dominiert sie die amerikanische Dirt Track Szene. Daran hat sich bis heute nichts geändert. 

1973
Nach 41 Jahren und zahlreichen Modellpflegemaßnahmen endet die Produktion des Servi Car. Dick O’Brien wird der erste Präsident von Harley-Davidson, der nicht aus einer der Gründerfamilien stammt. Willie G. Davidson ist als letztes Mitglied der Gründerfamilien noch in der Company aktiv. Die Motorrad-Endmontage zieht von Milwaukee nach York, Pennsylvania. Jahresproduktion: 70.903 Motorräder. 

1974
Die Produktion im neuen Werk in York (Pennsylvania) startet. 

1977
Die erste Low Rider erscheint. In den Jahren danach folgen Schlag auf Schlag Fat Bob, Wide Glide und Sturgis. Auch der Hubraum der großen Twins wächst wieder auf 1.340 Kubikzentimeter. Steigende Verkaufszahlen beweisen, dass der neue Kurs stimmt. Aber AMF ist nicht in erster Linie ein Motorrad-Unternehmen, und so kommt es Ende der Siebziger immer wieder zu Fehlentscheidungen, die Mitarbeiter, Kunden und Händler gleichermaßen verärgern. Als Folge davon bleibt die Umsatzsteigerung hinter dem Wachstum des boomenden Motorradmarktes zurück, und AMF verliert zusehends das Interesse an der Motorrad-Schmiede. Deshalb wird Vaughn Beals als neuer Harley-Davidson Chef damit beauftragt, das Unternehmen zu verkaufen.

1981
Da Beals großes Vertrauen in die traditionsreiche Firma und ihre Produkte hat, initiiert er einen klassischen Buyout. So kommt es, dass die Top-Manager um Vaughn Beals „ihre“ Firma mit Hilfe eines Bankenkonsortiums zum Preis von 80 Millionen US-Dollar erwerben. Das Unternehmen hat mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, weil der Motorrad-Boom abflaut, aber neue Ideen wie die Gründung von H.O.G. sichern das Überleben. 

1983
Unter dem Motto „ride and have fun“ wird die Harley Owners Group H.O.G. gegründet. Innerhalb weniger Jahre avanciert H.O.G. zur größten von einem Motorradhersteller unterstützten Kundenvereinigung der Welt. 

1984
Harley-Davidson präsentiert den „Evolution“ Motor, einen Voll-Aluminium-V2. Das neue Triebwerk wird nach und nach in alle Modelle eingebaut. Zu den ersten Bikes, die damit ausgestattet werden, zählt die Softail, die mit ihrer klassischen Starrrahmenoptik und verdeckt unter dem Motor angeordneten Federbeinen eine völlig neue Baureihe begründen wird. 

1985
Harley-Davidson geht ein zweites Mal an die Börse. Die Harley-Davidson Aktien gelten von Anfang an als ausgesprochen attraktive und sichere Kapitalanlage, und ihr Kurs steigt in den folgenden Jahren kontinuierlich. 

1988
Die Neukonstruktion der klassischen Springer Gabel fasziniert die Fans. 

1989
Harley-Davidson führt die Fat Boy ein und legt damit den Grundstein für eine neue Motorradart, den Cruiser. 

1991
Mit der Sturgis debütiert das erste Modell der Dyna Baureihe. Zu ihren zahlreichen Innovationen zählte der neue, im CAD-Verfahren (Computer Aided Design) entwickelte, äußerst fahrstabile Rahmen. Der Kurswert der Harley-Davidson Aktie hat sich verzehnfacht. 

1993
Die erste Road King betritt die Bühne. 

1994
Die zweimillionste Harley-Davidson rollt vom Band. Die Jahresproduktion beträgt 95.811 Motorräder. 

1995
Mit 105.104 Einheiten überschreitet die Motorradproduktion erstmals die magische 100.000er-Grenze. 

1996
Harley-Davidson erwirbt 49 Prozent an der Firma Buell, die sportliche Motorräder mit Harley-Davidson Motoren herstellt. 

1997
Das „Willie G. Davidson Product Development Center” in Wauwatosa, Wisconsin, wird eingeweiht. Jahresproduktion: 132.285 Motorräder. 

1998
In Kansas City, Missouri, eröffnet Harley-Davidson eine neue Fabrik. Die Motor Company übernimmt die Buell Motorcycle Company. 

1999
Harley-Davidson führt den neuen Big Twin Motor „Twin Cam 88“ mit 1.450 Kubik¬zentimetern und zwei Nockenwellen ein. Dieser V2 treibt alle Dyna und Tourer Modelle an. Die Jahresproduktion beträgt mehr als 177.000 Motorräder. 

2000
Auf der Basis des Twin Cam 88 präsentiert Harley-Davidson den „Twin Cam 88B“, einen Motor mit zwei gegenläufig rotierenden Ausgleichswellen. Er dient als Kraftquelle der neuen Softail Generation. Im Jahr 2000 erschien die zweite Generation der Softail Baureihe, die zudem mit neuem Rahmen und neuen Bremssystemen aufwartet. 

2001
Harley-Davidson Motorräder erhalten erstmals eine elektronische Wegfahrsperre. 234.461 Harley-Davidson und 9.925 Buell verlassen die Werkshallen. 

2002
Harley-Davidson präsentiert den spektakulären Power-Cruiser V-Rod. Ihr treffend „Revolution“ getaufter flüssigkeitsgekühlter 60°-V2-Motor mit vier obenliegenden Nocken¬wellen stammt aus der Werksrennmaschine VR 1000, mit der Harley an der US-Superbike-Meisterschaft teilnimmt. Das Renntriebwerk ist im Porsche Entwicklungszentrum in Deutschland zur Serienreife gebracht worden. Mit modernster Technologie, Kraftstoff-Einspritzung, Abgas-Katalysator und 117 PS aus 1.131 Kubikzentimetern Hubraum setzt der neue Harley V-Twin ebenso neue Maßstäbe wie das unvergleichliche Styling der V-Rod, für das der legendäre Willie G. Davidson verantwortlich zeichnet – lang und flach, ganz in Aluminium und Chrom. Auf Basis dieses Modells entsteht in den folgenden Jahren die VRSC Modellreihe.

2003
Harley-Davidson präsentiert sämtliche Typen als exklusive Jubiläumsmodelle und feiert seinen hundertsten Geburtstag – und zwar auf dem ganzen Globus. Die „Open Road Tour“, eine mobile Mega-Fete mit zwei Musik-Bühnen und drei großen Event-Bereichen, macht innerhalb eines Jahres in Amerika, Australien, Japan und Europa Station. Abschließend steigt im August in Milwaukee eine Party der Superlative. 

2004
Die brandneue Sportster Baureihe debütiert – mit neuem Fahrwerk und stark überar¬beiteten Evolution Motoren. 

2005
Neben sieben neuen Serienmodellen (u.a. Softail Deluxe, Dyna Super Glide Custom und Sportster 883 Low sowie Sportster 883 Roadster) präsentiert Harley-Davidson das Sondermodell 15th Anniversary Limited Edition Fat Boy zum Jubiläum des beliebten Cruisers. 

2006
Harley-Davidson präsentiert die zweite Generation der Dyna Modellreihe. Sie verfügt nun unter anderem über einen noch stärkeren Motor, einen neuen Rahmen, eine neue Telegabel sowie ein neues Cruise Drive Sechsganggetriebe. Zu den Stars dieser Modellfamilie zählt die neue Street Bob. Als Hommage an die 1971er Super Glide erscheint die auf 3.500 Exemplare limitierte Special-Edition Dyna 35th Anniversary Super Glide. Auf der Fachmesse INTERMOT stellt die Motor Company den Prototyp XR 1200 vor, dessen sportives Design an den legendären Dirt Track Racer XR 750 anknüpft. 

2007
Harley-Davidson präsentiert einen neuen Motor in den Versionen Twin Cam 96 (ohne Ausgleichswellen) und Twin Cam 96B (mit Ausgleichswellen). Dabei handelt es sich um einen neukonstruierten luftgekühlten 45 Grad „Big Twin“ mit 1.584 Kubikzentimetern Hubraum, der die bewährten Twin Cam 88 Triebwerke ablöst. Zu den konstruktiven Änderungen zählt das aktive Ansaug- und Auspuffsystem, das mit einem Magnetschalter im Ansaugtrakt und einer Klappe im Auspuff arbeitet, die je nach Vorgaben des Getriebes und der elektronischen Motorsteuerung zusätzliches Volumen in den beiden Bereichen zuschalten oder abkoppeln. Es trägt zu einer deutlichen Steigerung von Leistung und Drehmoment bei, sorgt für eine klare Unterschreitung der europäischen Emissions¬grenzwerte und wartet zugleich mit einem beeindruckend vollen und bassigen V2-Sound. auf. In allen Versionen wird der neue V-Twin mit dem Sechsganggetriebe Cruise Drive verbunden, das dank seines lang übersetzten sechsten Gangs für eine deutliche Reduzierung des Drehzahlniveaus sorgt. Die Night Rod Special sowie die Softail Custom debütieren und die Fat Boy erhält einen 200er Pneu am Heck. Die Sportster erhalten eine sequentielle elektronisch geregelte Einspritzanlage. 

2008
Im Jubiläumsjahr nehmen fünf spektakuläre neue Modelle Asphalt unter die Räder. Die Softail Baureihe wird durch die radikalen und langgestreckten Factory-Custom-Bikes Softail Rocker und Softail Rocker C bereichert. Der dritte Neuzugang hört auf den Namen Fat Bob und ist ein besonders charakterstarkes Mitglied der Dyna Modellfamilie. Bei dem vierten Newcomer handelt es sich um die Nightster, eine faszinierende und aufs Wesentliche reduzierte Neo-Retro Sportster. Last but not least ist 2008 das Debütjahr der XR 1200, einer sportlichen und dynamischen Maschine im Look der erfolgreichen Harley-Davidson XR Dirt Track Rennmaschinen. Zusätzlich feiert Harley-Davidson seinen 105. Geburtstag mit acht limitierten und nummerierten Sondermodellen, die über exklusive Jubiläumsfeatures verfügen.

 

 

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